Streetshoots-Blog

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Veröffentlicht von am in Test Drives

...und der Kofferraum ist doch groß genug :)

Hallo. R8 mein Name. V10 Spyder, für die, die es genau nehmen wollen. Nun ja, die meisten haben mich bereit gesehen, auf Fotos, in Reportagen oder sogar in freier Wildbahn. Wenige durften mich schon fahren und noch weniger dürfen mich Ihr Eigen nennen. Kein Wunder, bei gerade 600 verkauften Exemplaren letztes Jahr in Deutschland darf ich mich als Exot bezeichnen. Aber fangen wir vorne an: mein Motor mit 5,2 Liter Hubraum hat eine Leistung von 386 kW (525 PS) bei 8000 min−1 und ein maximales Drehmoment von 530 Nm bei 6500 min−1. Ich beschleunige in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und wenn ich will, kann ich eine Höchstgeschwindigkeit von 313 km/h erreichen. Während Sie den letzten Satz gelesen haben, war ich bereits bei 130 km/h :). Ich wette, Sie lesen ihn erneut, nur um die Sekunden mitzuzählen. Das Leistungsgewicht beträgt 3,4 kg/PS. Ja, da lecken sich einige die Finger danach. Und deswegen werde ich immer in die Kategorie Sportwagen, Rennstrecke und Beschleunigung gesteckt, dabei kann ich viel mehr. Und das werde ich dieses Wochenende zeigen.

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Freitag

Heute Abend geht es los. Ich bekomme endlich wieder Auslauf. Nicht wieder das ganze Wochenende rumstehen oder von einem Golfplatz zum nächsten gefahren werden, nein, diesmal ist richtig Action angesagt. Und das über drei Tage. Ich bin bereit und warte gespannt auf meinen Fahrer. Die erste Aktion von ihm ist schon mal richtig: Dach auf. Wer fährt nicht gern oben ohne bei schönem Wetter. Der erste Zwischenstopp verwundert mich aber, wir biegen zu einem Supermarkt ab. Ich muss doch tatsächlich die Klappe aufreißen - und zwar vorne. Meine 90 Liter Kofferraum werden voll ausgenutzt mit dem Wochenendeinkauf. Und man staune, es hat alles Platz. Sogar zwei Kisten Radler passen rein, wenn auch eine vorne und eine vor dem Beifahrersitz. Aber wer hätte es gedacht, ich tauge anscheinend auch zum Einkaufen, sowas hat noch niemand mit mir gemacht. Die nächste Überraschung folgt nach ausladen der Einkäufe und meinem nächsten Halt: die Feuerwehr.

Große Autos, schwere Maschinen und Werkzeuge - und natürlich tausend neugierige Blicke auf mich. Sogar die Nachbarjungs kommen extra runter und machen mit ihren Handys Bilder. Dann bekomme ich Hochleistung zu sehen - schnelle, sitzende Handgriffe und technisch ausgereifte Ausrüstung. Ich erinnere mich an meine Produktion zurück, in der "Silver Line", in der genau dieselben Bedingungen herrschen; eben schnelle und präzise Handgriffe und modernste Technik. Im Sonnenuntergang schwelge ich nochmals in Erinnerung als ich nach einem langen Abend wieder in der Garage ankomme.

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Samstag

Es geht früh zur Sache, Waschtag. Also rein in die Anlage und den Schmutz der letzten Tage loswerden. Danach fühl ich mich gleich frischer und bin bereit für die ersten sportlichen Aktivitäten; es geht zum Fußball. Als ich auf dem Platz eintreffe, sind die Spieler bereits beim Aufwärmen. Ja, die machen dass genauso wie ich: erst Aufwärmen, bevor man die Höchstleistung vollbringt. Schließlich geht das auf die Pumpe, wenn man gleich voll loslegt und mein Motor will ja auch sorgsam behandelt werden. Das Spiel darf ich mir anschauen, nur mitspielen lassen wollte mich der Trainer nicht. Am späten Nachmittag mache ich einen kleinen Abstecher zu meiner Freundin Cobra. Leider hat sie Hausarrest und muss drinnen bleiben, schade, ich hätte gern mit ihr gespielt. Dafür darf ich ein paar Glücklichen zeigen, was in mir steckt, soviele Mitfahrer wie heute hatte ich schon lange nicht mehr. Und jeder schießt ein Erinnerungsfoto, da fühlt man sich fast wie ein Star. Als es Abend wird, fängt es zu regnen an, Zeit unters Dach zu kommen, denn morgen steht ein langer Ausflug an: es geht nach Wörth an der Isar zu einem Autotreffen. Endlich unter meinesgleichen :) und die Freude steigt.IMG 0072 be

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Sonntag

Ab geht die Party und die Party geht ab. Einmal volltanken und 110 km liegen vor mir, eine Strecke voll kurviger Straßen und langen Geraden. Endlich richtig Auslauf, der Höhepunkt des Wochenendes. Gemütlich geht es durch die Wälder und Dörfer, bis wir doch auf die Autobahn abbiegen...ich pluster mich kurz auf und renne los, die Bahn ist frei. Ich merke, wie die Dämpferregelung stramm geschalten wird, ducke mich leicht tiefer. Bei 270 km/h mache ich wieder langsamer, der Fahrbahnbelag rüttelt doch zu sehr und ich muss abfahren. Die letzten Kilometer schlängel ich mich noch durch Käffer, nicht ohne meinen kernigen Sound durch enge Gassen blasen zu lassen. Am Treffen angekommen fühle ich mich sofort wohl. Jede Menge Autos, kleine, große, schnelle, breite, alte und neue. Leider finde ich keinen Bruder, dafür kann ich mich zu einem RS7 und einem RS6 gesellen. Die beiden flankieren mich gut und wir machen ein perfektes Bild. Die Sonne scheint, kleine Wolken am Himmel. Perfekt, warum kann nicht jeder Sonntag so sein? Ich drehe eine kleine Runde auf dem Platz, ernte wieder jede Menge Blicke und parke um, etwas Schatten tut mir nun gut. Kleine Pause, dann geht es wieder los, zum nächsten Treffen; beim Verlassen des Geländes lasse ich nochmal kräftig einen röhren und verabschiede mich. Dann geht es Richtung Heimat, aber mit einem kleinen Zwischenhalt bei einer Tuningwerkstatt. Denn hier gibt es Grillfleisch und was zu trinken; zumindest für meine Insassen, ich gönne mir nur etwas Schatten und lasse durchlüften.

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Nach diesem ereignisreichen Tag bin ich noch immer fit und darf am Abend eine letzte Runde um den Chiemsee drehen, bevor für mich die Lichter wieder ausgehen und ich in die Garage muss. Aber kurz bevor der Motor ausgeht denk ich mir: warum kann nicht jedes Wochenende so spannend und actionreich sein? Ich würde es mir wünschen.

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Ein Wochenende im R8 V10 Spyder
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